Ein Tag mit der Firma FLEIG AG unterwegs

Artikel von M.B.

Am Ende dieses Winters hatte ich die Möglichkeit, eine Equipe der alteingesessenen Basler Umzugsfirma FLEIG AG zu begleiten. Dies habe ich gemacht, um eine fundierte Recherche für meine theoretische und praktische Bachelorarbeit zu erhalten.

Ich studiere an der FHNW am Dreispitz in Basel Industrie- und Produktdesign im sechsten Semester. Für meine Abschlussarbeit habe ich das Thema «Umziehen» gewählt. Dies finde ich spannend, da es kein klassisches Designthema ist wie zum Beispiel Möbel, weil sich in den letzten Jahrzehnten relativ wenig verändert hat, und da die wenigsten Personen gerne einen Umzug selbst durchführen.

Am Morgen um 6:45 Uhr trafen alle Mitarbeiter und ich im Depot in Reinach ein. Wenig später fuhren wir in verschiedenen Equipen, welche jeweils aus etwa fünf Personen bestanden, los. Zuerst ging es zu einem Einpersonenhaushalt in Basel. Nach einer kurzen Besprechung mit der Kundin ging es auch schon los. Sie hatte bereits Vorarbeit geleistet und ihre Habseligkeiten in Umzugskartons verpackt. Zu Beginn wurden von einem Mitarbeiter die heiklen Möbelstück verpackt und falls nötig demontiert. Die anderen trugen in dieser Zeit die Kartons sowie bereits transportbereite Möbel runter zum LKW. Bei diesem wartete ein weiterer Angestellter, welcher für das saubere Beladen und Sichern zuständig war. Trotz dem schmalen Treppenhaus, welches den Umzugshelfern einiges an Geschick abverlangte und einem Falschparker, war nach lediglich 35 Minuten alles aufgeladen und gesichert. Ich konnte dies kaum glauben.

Nur ein paar Häuser weiter, wartete ein weiterer Kunde auf uns. Nach dem der Equipenleiter mit diesem das Vorgehen besprochen hatte, ging es im selben Stil weiter wie bei der vorherigen Kundin, allerdings gab es deutlich mehr Gegenstände und Schachteln. Sämtliche Dinge wurden auf dasselbe Fahrzeug sowie ein zweites geladen, da diese beiden Kunden zusammenzogen. Nach gut einer Stunde war auch diese Wohnung komplett leer und die Fahrzeuge in bester «Tetris-Manier» beladen. Nach einer kurzen Verpflegungspause ging es zum Zielort, welcher sich ebenfalls in Basel befindet. Dort wurden sämtliche Güter ausgeladen und an den vom Kunden gewünschten Ort gebracht. Dies funktionierte reibungslos durch die Erfahrung der Angestellten aber auch durch die einfache Situation vor Ort, mit nur wenigen Treppenstufen.

Nach der Verabschiedung des zufriedenen Kunden, wurden noch die LKW-Ladeflächen aufgeräumt. Jeweils 70 Packdecken pro Fahrzeug wurden zusammengelegt und gestapelt. Hier fiel mir besonders auf, wie ordentlich und mit Stolz sie dies machten. Später erklärte mir Marc Fleig in einem Gespräch, dass dies ihnen besonders wichtig sei, da dies das Erste ist, was der Kunde sieht und somit eine Art Visitenkarte darstellt.

Gestärkt durch das Mittagessen ging es mit drei LKWs, zwei Möbelliften und 12 Umzugsmännern, zu einem Firmenkunden. Dieser hatte ebenfalls schon sämtliche Kleinteile in beschriftete Kartons verpackt. Jedoch gab es noch sehr viele Büroeinrichtungen zu demontieren. Hierbei wurden die Einzelteile so beschriftet, dass sie am neuen Ort problemlos wieder aufgestellt werden konnten. Durch die Möbellifte konnten zwei Stockwerke problemlos überwunden werden. Es war möglich, direkt durch die Fenster, die Güter zu den Fahrzeugen zu befördern. So wurde sämtliches Inventar an einem Nachmittag in drei grosse LKWs befördert und geladen. Ich war immer wieder erstaunt, wie wenig Platz in den Ladeflächen verloren ging. Um 16:30 Uhr waren die Fahrzeuge abfahrbereit und es stand einem pünktlichen und verdienten Feierabend nichts mehr im Wege. Einen Tag später, am Samstag, wurden dann am neuen Ort, die Gegenstände wieder entladen, so dass für den Kunden der Arbeitsalltag möglichst ungestört blieb. Das Team habe ich jedoch am zweiten Tag nicht mehr begleitet.

Ich möchte der Firma Fleig AG nochmals Danke sagen, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, diese Umzüge mitzuerleben. Damit konnte ich einige neue Erkenntnisse gewinnen, welche mich nun bei meiner Abschlussarbeit begleiten.

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